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Jeder zehnte Deutsche will einen Fuehrer haben
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Werner Sondermann
2016-06-16 08:45:13 UTC
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Befremdliche Studie
*Jeder zehnte Deutsche will einen Führer haben*

<http://tinyurl.com/gsx86y8>
Dieses japanische Poster von 1929 symbolisiert das Führer-Prinzip im
Kommunismus und Faschismus Foto: picture alliance / CPA Media Co. .


5. Juni 2016 20:34 Aktualisiert 20:44

Bereich: Deutschland
Themen: Linksextremismus Nachrichten Rechtsextremismus

/Boris Dombrowski/

Die Studie „Die enthemmte Mitte“ zeigt, wie stark autoritäre und
extremistische Einstellungen inzwischen bei uns verbreitet sind.

Die Deutschen im Jahr 2016: Jeder Zehnte wünscht sich einen Führer,
jeder Zweite fühlt sich wegen der Ausländer fremd im eigenen Land, vier
von zehn wollen Muslimen die Zuwanderung verbieten!

Das belegt die neue „Mitte“-Studie (erscheint seit 2002 alle zwei Jahre)
der Uni Leipzig, für die im Frühjahr bundesweit 2420 Menschen
repräsentativ befragt wurden. Unterstützt wurde die aktuelle
Untersuchung (Titel: „Die enthemmte Mitte“) von der Heinrich-Böll-, der
Otto-Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

B.Z. dokumentiert die erschreckenden Ergebnisse der am Mittwoch
präsentierten Schock-Studie:

● *DIKTATUR*: Jeder zehnte Deutsche (10,6 %) will „einen Führer haben,
der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert“.

● *RASSISMUS*: Mehr als jeder Zehnte (12 %) ist der Meinung, dass die
Deutschen „anderen Völkern von Natur aus überlegen“ sind. 9,5 % glauben,
dass es „wertvolles und unwertes Leben“ gibt.

● *ZUWANDERUNGS-STOPP*: 41,4 % sind der Ansicht, dass Muslimen
„die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden“ sollte. 2009 lag die
Zustimmung noch bei 21,4 %. Besonders hoch ist sie unter AfD-Wählern
(80,3 %). Aber auch ein Drittel der Wähler von SPD (36,3 %) und CDU/CSU
(36 %) befürworten das, unter Linke-Wählern sind es 27,5 %, bei
Grünen-Anhängern 23,5 %.

● *ASYLBEWERBER*: 59,9 % meinen, dass die meisten Asylbewerber „nicht
wirklich“ befürchten, in ihrem Heimatland verfolgt zu werden. 80,9 %
sagen, dass der Staat bei der Prüfung von Asylanträgen „nicht großzügig
sein“ sollte.

● „*ÜBERFREMDUNG*“: Die Hälfte der Deutschen (50 %) sagt, dass sie
sich wegen der „vielen Muslime“ hier „manchmal wie ein Fremder im
eigenen Land“ fühlt. 2011 erklärte das noch jeder Dritte (30,2 %). Und:
Jeder Dritte (33,8 %; West: 33,5 %, Ost: 35,2 %) hält Deutschland wegen
der Ausländer „in einem gefährlichen Maß überfremdet“.

● *FREMDENFEINDLICHKEIT*: Jeder dritte Deutsche (31,1 %) ist der
Meinung, „Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat
auszunutzen“. Und: „Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die
Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken“, sagt jeder Vierte
(26,1%).

● *ANTISEMITISMUS*: Jeder zehnte Deutsche (9,5 %) glaubt, dass Juden
„mehr als andere Menschen mit üblen Tricks“ arbeiten, um ihre Ziele zu
erreichen.

● *HOMOPHOBIE*: Vier von zehn Deutschen (40,1 %) erklären, es „ist
ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen“. Das sind
doppelt so viele wie 2014 (20,3 %). Und: 24,8 % werten Homosexualität
als „unmoralisch“ – mehr als doppelt so viele wie 2014 (11,6 %).
Homoehen lehnen 36,2 % ab.

● *GEWALTBEREITSCHAFT*: Jeder Fünfte (19,6 %) sagt, er sei „bereit,
mich mit körperlicher Gewalt gegen Fremde durchzusetzen“. Und: Fast
jeder Dritte (28,3 %) würde selbst zwar keine Gewalt anwenden, findet es
aber „gut, wenn es Leute gibt, die auf diese Weise für Ordnung sorgen“.


Wie kommt es zu dieser erschreckenden Entwicklung? Ein Grund dafür sei,
dass sich „viele Menschen bedroht“ fühlten, so Studienleiter Oliver
Decker von der Uni Leipzig. Und diese „diffuse Bedrohung“ werde
bestimmten Gruppen (u. a. Flüchtlingen, Moslems) zugeschrieben, auch
wenn das „mit der Realität meist nichts zu tun“ habe.

*Maas mahnt neue Debattenkultur an*

Die sinkende Toleranz gegenüber dem vermeintlich Fremden.
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sprach von „erschreckenden Befunden“.
Die „menschenfeindlichen Einstellungen reichen immer tiefer in die Mitte
unserer Gesellschaft hinein“. Justizminister Heiko Maas (SPD) prangerte
in der „Zeit“ die Debattenkultur in Politik und Gesellschaft an. Viele
Wutbürger diskutierten nicht mehr: „Ihr Zorn macht sie dialogunfähig.“
Statt dessen fehle es in Deutschland derzeit „an Raum zur Debatte und an
Mut zum Querdenken“.

<http://tinyurl.com/zq6so5o>
Justizminister Heiko Maas (SPD) (Foto: dpa)


Original-Artikel:
www.bz-berlin.de/deutschland/jeder-zehnte-deutsche-will-einen-fuehrer-haben
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www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Praesentation_Die_enthemmte_Mitte_PK.pdf
Werner Sondermann
2016-06-16 13:15:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Sondermann
Befremdliche Studie
*Jeder zehnte Deutsche will einen Führer haben*
5. Juni 2016 20:34 Aktualisiert 20:44
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Der Original-Artikel auf <www.bz-berlin.de> ist vom 15. Juni 2016 .

w.
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http://www.bz-berlin.de/berlin/provokante-kuenstler-aktion-fluechtlinge-sollen-sich-tigern-zum-frass-vorwerfen
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