Discussion:
Europa - Bremsklotz Deutschlands?
(zu alt für eine Antwort)
Anonymous
2013-05-30 14:52:18 UTC
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Raw Message
Ganz unterschiedliche politische Medien geben es schon bekannt,
Deutschland ist zwar die Nummer 1 in der Euro-Zone, aber die Euro-Zone
ist in Sachen Wettbewerbsfähigkeit sowieso abgeschlagen!

Dass es auch anders geht zeigen uns mal wieder die Schweizer und
Skandinavier: Die Schweizer haben den Euro-Schwachsinn erst gar nicht
mitgemacht und deren Wirtschaft ist auf den aufsteigenden Ast. Die
Sozialabgaben sind relativ gering, die Kriminalität trotz hohen Grad an
Waffenbesitz auch es gibt auch keine Inflation an akademische Graden.
Schweiz ist ganz klar das Vorbild für Deutschland und den ganzen Rest
der Euro-Zone.

An 4. Stelle kommt - ganz überraschend - Schweden, das sich am Euro-
Experiment einfach gar nicht beteiligt hat. Auch im dortigen "Volksheim"
gibt es ein tragfähiges soziales Netz. Über das schwedische
Bildungssystem müssen wir gar kein Wort verlieren, schon hallt uns die
PISA-Studie in den Ohren. Wohl auch deshalb wird der Nobelpreis auch in
nächster Zeit nicht in Euro dotiert sein. ;-)
Nr. 6. Norwegen profitiert von seinen Öl-Wunder. Der Wohlstand geht also
größtenteils einfach auf das viele Geld der dortigen Regierung zurück,
weshalb es auch eines der wenigen Länder in Europa ist, deren Staat in
der Bilanz mehr einnimmt als es ausgibt (siehe statisches Jahrbuch des
Bundesamtes für Statistik!), übrigens neben Ungarn. Das will ja erwähnt
sein.
Dass der norwegische Wohlstand dagegen im Land bleibt und nicht Brüssel
oder Konzernen zu gute kommt, das dürfen sich die Norweger doch selbst
zuschreiben. Sie haben sich aus politischen Experimenten wie den Euro
oder der EU rausgehalten. Dafür machen sie beim Eurovision Songcontest,
dem Europarat (hat nix mit der EU zu tun) und der NATO mit.

Fazit aus dieser Studie kann nur lauten: Ein guter Sinn für Prioritäten
(brauch ich wirklich einen kontinentalen Superstaat, um meinen Export zu
regeln?), Eigeninitiative und Common Sense erlauben es auch kleinen
Ländern mit den großen mitzuspielen. Wo das fehlt oder gar verlacht
wird, da ist der Abstieg vorprogrammiert.
Wir Deutschen sollten nicht bereit sind, unbegrenzt für die finanziellen
Fehltritte unserer "Europartner" aufzukommen, um diese lobenswerten
Eigenschaften auch bei anderen Ländern zu befördern. ;-)

Quelle(n):
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/studie-zur-wettbewerbsfaehigkeit-
usa-ganz-vorne-deutschland-unter-top-10/8275358.html
http://www.wiwo.de/politik/europa/wettbewerbsfaehigkeit-europa-verliert-
den-anschluss/8267992.html
h4364r
2013-05-30 17:31:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anonymous
Wir Deutschen sollten nicht bereit sind, unbegrenzt für die finanziellen
Fehltritte unserer "Europartner" aufzukommen, um diese lobenswerten
Eigenschaften auch bei anderen Ländern zu befördern. ;-)
Das ist ein Mythos. Wir finanzieren vielmehr unsere Banken. 'Wir' - die
Bevölkerung in aller Welt. Es hat nichts zu tun mir 'wir Deutschen'
gegen den Rest der Welt, wenn dieses Denken den Wirtschaftsbossen und
Bankern auch sehr willkommen wäre.

Da hat die Expertise einer neoliberalen Managementschule natürlich
sehr viel Aussagekraft. Das Ergebnis gewichtet sich zu einem Drittel auf
der Umfrage unter Managern.

Der Satz
Post by Anonymous
Eigeninitiative und Common Sense erlauben es auch kleinen
Ländern mit den großen mitzuspielen.
ist so auch nichts anderes als neoliberale Ideologie. "Jeder ist seines
Glückes Schmied" und 'Den letzten beissen die Hunde".

Dein Posting ist tatsächlich inhaltsleer weil ohne jeden realen Bezug
auf die konkreten Umstände und die Geschichte der Eurozone.
Und auch ohne jeden Bezug zur gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Exportland
Deutschland hat lange gut gelebt von Europa und ist nicht mit Norwegen
oder Schweden zu vergleichen.

Die Krise aber verflüchtigt sich nicht durch einen Ausstieg aus der
Eurozone sondern wird durch die mit dem Ausstieg verbundenen Umbrüche
eher noch verstärkt werden.

fup
--
h4364r's Anonymous Daily http://TheAnonDog.i2p.us
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