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Antisemitismus von links ist nichts Neues
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Alois Unverdorben
2009-12-04 11:40:58 UTC
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Antisemitismus von links ist nichts Neues

Schon Karl Marx verbreitete Judenha=C3=9F

Kommentar: von Felizitas K=C3=BCble

Linksradikale St=C3=B6rungen gegen den Film =E2=80=9EWarum Israel=E2=80=9C=



Die linksradikalen St=C3=B6rungen gegen den Film =E2=80=9EWarum Israel=E2=
=80=9C (Photo) von
Claude Lanzmann in Hamburg sind keine Ausrutscher, sondern befinden sich=

durchaus im Trend sozialistischer Tradition von jeher. Man erinnere sich=

auch daran, da=C3=9F die ultralinke Hausbesetzer-Szene der Hamburger
Hafenstra=C3=9Fe in den 80er Jahren st=C3=A4ndig antisemitische Parolen =
an die W=C3=A4nde
schmierte, zB. =E2=80=9ETod dem Zionismus=E2=80=9C - oder an das weit ve=
rbreitete,
schwarz-violette Pal=C3=A4stinensertuch auf damaligen Parteitagen der Gr=
=C3=BCnen
sowie deren Jubel f=C3=BCr Terroristenchef Arafat etc.

Aber schon der Ahnherr der kommunistischen Ideologie, Karl Marx,
verunglimpfte die Juden trotz seiner j=C3=BCdischen Herkunft in pauschal=
er
(Un-)Art. In seinem Pamphlet =E2=80=9EZur Judenfrage=E2=80=9C (!) von 18=
44 setzt er den
kapitalistischen Ungeist mit dem Geist des Judentums identisch: =E2=80=9E=
Die
chim=C3=A4rische Nationalit=C3=A4t des Juden ist die Nationalit=C3=A4t d=
es Kaufmanns,
=C3=BCberhaupt des Geldmenschen.=E2=80=9C

Der Judenha=C3=9F Stalins bedarf keiner Erl=C3=A4uterung - aber auch sei=
ne
Nachfahren sind hier durchaus =E2=80=9Elinientreu=E2=80=9C. Im Juni 1999=
, 10 Jahre nach
dem Ende des =E2=80=9EEisernen Vorhangs=E2=80=9C, gab es zB in Nowosibir=
ks (Westsibirien)
eine von Kommunisten organisierte Massenkundgebung, auf der es von
antij=C3=BCdischen Parolen nur so wimmelte: =E2=80=9EZur ewigen H=C3=B6l=
le mit dem
Zionismus!=E2=80=9C =E2=80=93 =E2=80=9EJ=C3=BCdischer Faschismus=E2=80=9C=
etc.

In der fundierten Studie =E2=80=9ESozialisten zur Judenfrage=E2=80=9C vo=
n E. Silberner,
die auf gr=C3=BCndlicher Quellenforschung beruht, wird nachgewiesen, da=C3=
=9F sich
der Antisemitismus wie ein roter (!) Faden durch die sozialistische
Theorie des 19. Jahrhunderts zieht, vor allem hinsichtlich der Werke
franz=C3=B6sischer Utopisten und Fr=C3=BChsozialisten. So sind die Juden=
z.B. aus
der Sicht von Proudhon die Komplizen der Monarchen und die =E2=80=9EVerk=
=C3=B6rperung
des kapitalistischen Ausbeutungssystems=E2=80=9C.

Hans Habe, der liberal-konservative j=C3=BCdische Schriftsteller, schrei=
bt
hierzu in seinem vierb=C3=A4ndigen Werk =E2=80=9ELeben f=C3=BCr den Jour=
nalismus=E2=80=9C:

=E2=80=9EDer Antisemitismus ist in der Maske des Antizionismus so lebend=
ig wie eh
und je. Er f=C3=BChrt Linksradikale und Rechtsradikale zusammen im Kampf=
gegen
den winzigen Staat der verfolgten und =C3=BCberlebenden Juden.=E2=80=9C =
(3. Band, S.
250)

Im 4. Band schreibt Habe (S.64) Folgendes:

=E2=80=9ESo manche Intellektuelle machen es sich leicht und weichen in d=
ie
Vergangenheit aus. Viele verdoppeln ihr Bekenntnis zu den von Hitler
ermordeten Juden. Autoren etwa wie G=C3=BCnter Grass und Heinrich B=C3=B6=
ll; sie
stehen gesenkten Hauptes an den Gr=C3=A4bern, weil sie erhobenen Hauptes=
auf
dem Schlachthof nicht stehen wollen; sie verdammen den Antisemitismus vo=
n
gestern=E2=80=A6Doch Israel veranla=C3=9Fte sie zur Stellungnahme. Ihre =
Krise ist
Ratlosigkeit=E2=80=A6.Israel hat eine Krise der Intellektuellen heraufbe=
schworen.=E2=80=9C

Gleichzeitig mahnt Hans Habe die Israelis: =E2=80=9EIsrael mu=C3=9F sich=
h=C3=BCten vor
jenen Gedanken einer Kollektivschuld, unter denen doch gerade das j=C3=BC=
dische
Volk seit mehr als 4000 Jahren leidet. Das Land des Moses ist dann am
gr=C3=B6=C3=9Ften, wenn es gerecht ist.=E2=80=9C

Dem ist nichts hinzuzuf=C3=BCgen.

Q: EIP - European Info Press
http://eip-news.co.cc/2009/12/antisemitismus-von-links-ist-nichts-neues/=

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2010-02-20 11:55:47 UTC
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Post by Alois Unverdorben
durchaus im Trend sozialistischer Tradition von jeher. Man erinnere sich
auch daran, daß die ultralinke Hausbesetzer-Szene der Hamburger
Hafenstraße in den 80er Jahren ständig antisemitische Parolen an die Wände
schmierte, zB. „Tod dem Zionismus“ - oder an das weit verbreitete,
schwarz-violette Palästinensertuch auf damaligen Parteitagen der Grünen
sowie deren Jubel für Terroristenchef Arafat etc.
Die Erinnerung an mehrere Jahre zurückliegende Fernsehsendungen ist bei mir
auch undeutlich und verschwommen.

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